Monat: Juni 2017

Béa ist wieder da

Im Juni letzten Jahres gaben die Musiker von Crosswind auf ihrem Konzert im „Coachhaus“ in Rheinbach bekannt, dass sie in den kommenden Monaten häufiger ohne Béa(trice Wissing) auftreten werden – aus einem durchaus erfreulichen Grund: Béa war schwanger 🙂

Mittlerweile hat sie ihren Sohn zur Welt gebracht, Mutter und Kind sind wohlauf – auch dem Vater soll es gut gehen 😉 – und so kehrte Béa Anfang des Monats auf die Bühne zurück – allerdings nicht mit Crosswind. Am 8. Juni trat die Gruppe „Triplet“ im Kölner „Café Lichtung“ auf. Triplet, das sind Mario Kuzyna (der ebenfalls bei Crosswind spielt), Simon Scherer (der gemeinsam mit Mario auch das Irish Folk-Duo „Stout“ bildet) und eben BéatriceWissing.

Über zwei Stunden entführten die drei Musiker ihre Zuhörer nach Irland, aber auch in die USA oder die Karpaten. Béas Sohn war übrigens „mit dabei“ und wurde während des Konzerts von einer guten Freundin von Béa betreut.

Ich freue mich schon auf das nächste Crosswind-Konzert mit Béatrice. In diesem Sinne:

Herzlich willkommen zurück, Béa!

Detlef

Muhammad Ali und ich

Heute vor einem Jahr starb Muhammad Ali, der in den 1960er und 70er Jahren – zum Teil noch unter dem Namen Cassius Clay – mehrfach Weltmeister im Boxen wurde.

Die Nachricht von seinem Tod hat mich ziemlich getroffen. Warum? Weder interessiert mich der Boxsport noch mochte ich die grossmäulige Art, die Cassius Clay (wie Muhammad vor seiner Hinwendung zum Islam hiess) früher an den Tag legte.

Der Grund für meine Betroffenheit war die Krankheit, die bei Ali 1984 festgestellt wurde: Parkinson. Anfang Juni letzten Jahres bestand auch bei mir der Verdacht auf diese Krankheit und es war für mich beruhigend zu erfahren, dass Ali nicht an Parkinson gestorben ist …

Zwischenzeitlich hat ein DAT-Scan ergeben, dass ich tatsächlich Parkinson habe. Sicher keine Nachricht, die einen jubeln lässt – doch gibt es genug Diagnosen, die erheblich schlimmer wären. Henk Blanken, ein niederländischer Journalist, hat das im Titel seines Buches über sein Leben mit Parkinson sehr schön auf den Punkt gebracht: „Da stirbst du nicht dran“.

Da die Diagnose bei mir sehr früh festgestellt wurde, bestehen laut Aussage meines Neurologen gute Aussichten, die Krankheit unter Kontrolle zu halten. Der bislang grösste Einschnitt in meinem Leben, besteht darin, dass ich aufgrund der Medikamente, die ich einnehmen muss, nicht mehr zur Blutspende gehen darf – ich tröste mich damit, dass das DRK in den vergangenen über 25 Jahren  genug „roten Saft“ von mir bekommen hat.

Wie meine „Reise“ mit „Parki“ weitergehen wird, kann natürlich niemand sagen. Sicher werde ich von Zeit zu Zeit an dieser Stelle berichten, wenn es Neuigkeiten gibt. Ansonsten gilt der Spruch einer Selbsthilfegruppe: „Zittere nicht vor Parkinson!“ 🙂

Detlef

Erratum:
Im ursprünglichen Text hatte ich geschrieben, dass Henk Blanken Däne sei. Tatsächlich ist er aber Niederländer.