„Und schon wieder einer …“ war mein erster Gedanke, als ich vom Tod Geoffrey Bayldons am 10. Mai erfuhr. Ebenso wie der kürzlich verstorbene Lukas Ammann gehörte Bayldon als tolpatschiger Zauberer Catweazle zu den Fernsehhelden meiner Jugendzeit.

Die Rolle des Magiers, dem kein Zauberspruch gelingt und der deshalb auf der Flucht vor den Normannen zweimal in der Gegenwart   (d. h. die frühen 1970er) landet, schien Bayldon auf den Leib geschrieben zu sein. Die Art, wie er schreiend vor den „stinkenden Kutschen ohne Pferde“ ( = Autos) davon lief oder den „Zauber“ des „Elektrik-Trick“ bestaunte, mit dem man „die Sonne in einer Flasche“ ( =Glühbirne) einfangen konnte, war unnachahmlich. Als er den „sprechenden Knochen“ (= Telefonhörer) entdeckt, schneidet er kurzerhand die Schnur durch, die ihn mit dem Apparat verbindet –  und wundert sich später, dass selbst sein stärkster Zauberspruch „Salmay, Dalmay, Adomay!“ Dem „Knochen“ keine Stimme mehr  entlockt …

Leider wurden damals nur zwei – mittlerweile auf DVD erhältliche – Staffeln zu je 13 Folgen gedreht. Die Frage, ob es Catweazle letztendlich gelang, in seine Zeit zurückzukehren, wird wohl für immer unbeantwortet bleiben. Wenn ihr also irgendwo eine Kröte seht, passt gut auf und seid auf der Hut -es könnte Catweazles „Vertraute“ Kühlwalda sein!

Detlef