Schlagwort: 70er Jahre

Happy Birthday, alter Schwede ;-)

Vor 45 Jahren stürmte er mit „Moviestar“ die Hitparaden in Europa – allein in Deutschland hielt sich das Lied über einen Gemischtwarenladen-Verkäufer, der sich als Filmstar sieht, nachdem er in einem Werbespot mitgespielt hat, über ein halbes Jahr in den Charts.

Bei seinem nächsten Lied „Motorcycle Mama“ wurde ich dann auf den damals 25 Jahre jungen Schweden aufmerksam, der stets barfuss und mit Spazierstock auftrat. Er wurde einer der Musiker, die mich durch meine Pubertät ins junge Erwachsenenalter (und darüber hinaus) begleiteten.

Harpo 2012

Das lag wohl auch daran, dass der Sänger, der seinen Künstlernamen als Hommage an einen der „Marx Brothers“ trug, auf seinen LPs nicht nur seine Chart-Erfolge, sondern auch leise Lieder mit tiefgreifenden Textenveröffentlichte. „Japanese Winter“ etwa, ein Lied über den Atombomben-Abwurf auf Hiroshima, „The End of Time“ über die Unschuld der Kinder oder „I Do Believe“. Aber auch „Smile“ aus dem Charlie Chaplin-Film „Modern Times“. Und natürlich „Jessica“ – ein Lied, das Namensgeber für meine jüngste Tochter wurde 🙂

Auf Oldie-Festivals hierzulande ist er immer wieder ein gern gesehener Gast. Heute (am 5. April) wird er siebzig Jahre alt: Jan Svensson, besser bekannt als Harpo. In diesem Sinne: Happy Birthday, oder auf schwedisch:

Grattis på födelsedagen, Harpo!

Detlef

Das Foto wurde von Udo Grimberg aufgenommen und steht unter der Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de Lizenz.

Das ist Punsch, du dusselige Kuh!

Es ist schon Tradition (so wie „Dinner for One“) – jedes Jahr am 31. Dezember strahlt der WDR die Folge „Silvesterpunsch“ aus der Serie ein „Herz und eine Seele“ aus. In dieser braut „Ekel Alfred“ seinen Silvesterpunsch zusammen – nach einem Geheimrezept seiner Familie, das er seinem Schwiegersohn auf Nachfrage verrät: „Was ist denn da drin?“ – „Nur Rum – das ist ja das Geheimnis!“.

Alfreds Ehefrau Else verwechselt Punsch mit Bowle und wird daraufhin von ihrem Mann rüde korrigiert: „Das ist Punsch, du dusselige Kuh! Punsch! Punsch! Punsch!“.

Auch in den anderen Folgen der Serie , die in den 1970er Jahren sehr erfolgreich war, ging Alfred nicht minder „liebevoll“ mit seiner Frau um, die dies meist mit stoischer Gelassenheit ertrug und nur ganz selten Widerworte gab.

Für Elisabeth Wiedemann, die die Else spielte, war diese Rolle Segen und Fluch zugleich. Sie erlangte dadurch grosse Bekanntheit, war aber nach ihrem Ausscheiden aus der Serie lange Zeit auf die Rolle „trotteliges Heimchen“ festgelegt.

Am 27. Mai starb die Schauspielerin im Alter von 89 Jahren.

Detlef