Seit über zehn Jahren lese ich in der Adventszeit vor – früher meinen Kindern, heute meiner Frau. Lange Zeit gab es die Weihnachtskrimis in 24 Kapiteln von Jo Pestum oder das geniale „Ach du krümeliger Pfefferkuchen – Weihnachten bei den Poneleits“ von Anu Stohner.

Zwischenzeitlich haben wir die Weihnachtsbücher von Matt Haig entdeckt. Dieses Jahr war „Ich und der Weihnachtsmann“ dran. „Ich“ ist hier Amelia, „Das Mädchen, das Weihnachten rettete„. Es geht wieder einmal rund in Wichtelgrund! Wodol, der alte Widersacher des Weihnachtsmanns, spinnt erneut seine Intrigen, um die Macht über das Wichteldorf zurück zu gewinnen. Ob der „Junge namens Weihnacht“ es schafft, den Bösewicht zu stoppen?

Wir haben uns köstlich amüsiert, aber auch mit gezittert, wie das Ganze wohl ausgehen würde … Die liebevoll gestalteten Illustrationen von Chris Mould versetzen einen in die wunderbare Welt der Weihnachtswichtel – und sind für uns der Grund, warum die Bücher um Amelia und Niklas zu den wenigen gehören, die wir gedruckt und nicht als E-Book kaufen.

Dieses Jahr war noch ein zweites Buch am Start: „Ein himmlischer Fall auf vier Pfoten – ein weihnachtlicher Katzenkrimi“ von Eva Berberich.

Laut Klappentext hat Frau Berberich sich mit „ihren zahlreichen Büchern in die Herzen vieler Katzenfreunde geschrieben“. Demzufolge dürften Andrea und ich keine Katzen mögen, denn die Geschichte um den Kater Mephistopheles – genannt „Stoffele“, der seinen Menschen dazu nötigt, einen Krimi zu schreiben, war absolut nicht unser Fall.

Die Handlung zieht sich schleppend dahin. Seitenlange Dialoge zwischen Katze und Mensch, bei denen erst beim mehrfachen Lesen klar wird, wer da gerade spricht, tragen nicht gerade zur Spannung bei, die Szenen, in denen ein vor Selbstbewusstsein strotzender Stoffele versucht, der kleinen Pflegekatze „Hexe“ zu erklären, dass der (männliche) Kater über der (weiblichen) Katze steht, sind nur peinlich. Wir waren froh, als wir die letzte Seite des Buches geschafft hatten – tut mir leid, Frau Berberich.

Detlef