Am 1. Januar verabschiedete sich Kosta von den langjährigen Gästen seiner Taverne mit einem grossen Buffet, bei dem es noch einmal all die griechischen Köstlichkeiten gab, die Kosta über Jahrzehnte hinweg in seinem Restaurant serviert hat.

In meiner Porzer Zeit war „Kostas Taverne“ das, was heute das „Il Mondo“ für mich und Andrea ist – so etwas wie ein zweites Zuhause.

1984 oder 1985 war ich das erste Mal bei Kosta, damals noch in seinem „alten“ Restaurant in der Porzer Bahnhofstrasse. Unvergessen ein Abendessen dort mit meinem Vater 1986 – nur ganz selten konnte man ihn dazu bewegen, auswärts essen zu gehen …

Ab 1987 war Kosta dann in der Goethestrasse zu finden. Schon das Äussere strahlte mediterranes Flair aus, innen war es auch im Sommer angenehm kühl, während man sich auf der Terrasse fast in Griechenland wähnte 🙂 .

Über dreissig Jahre – mehr als die Hälfte meines bisherigen Lebens – war ich immer wieder gerne bei Kosta, der auch im grössten Trubel immer ruhig und freundlich war. Wie viele Karaffen Mavro Daphne ich im Lauf dieser Jahre wohl getrunken habe, wie viele Bifteki mit Schafskäse gegessen? Wie viele Gläser könnte man mit den Oliven füllen, die stets auf dem Tsatsiki lagen – die ich aber immer herunter genommen habe?

Die Idee des „DriDoMo“ wurde bei Kosta geboren: jeweils am Dritten Donnerstag im Monat trafen wir uns mit einigen Freunden über Jahre hinweg zum Klönen und Essen in „Kostas Taverne“.

Andrea feierte ihren 30. Geburtstag bei Kosta, ich meinen 50., wir haben dort auf der Terrasse Brüderschaft getrunken – und beide damals nicht im Traum daran gedacht, dass aus uns mal ein Paar werden würde …

Meine (mittlerweile erwachsenen) Kinder haben in der Kaminecke gespielt und gedöst, während meine damalige Stiefschwiegermutter sich glücklich und angeregt mit Kosta auf Griechisch unterhielt.

Durch den Umzug nach Troisdorf war dann die Taverne leider etwas weiter „ab vom Schuss“, so dass die Besuche seltener wurden. Dennoch wurden wir stets als gute, alte Freunde begrüsst. Diese und viele andere Begebenheiten kamen mir an diesem Abend in den Sinn, die beiden Trinkbecher aus seiner Taverne, die Kosta uns zum Abschied geschenkt hat, sind eine bleibende Erinnerung an viele schöne Stunden.

Evcharisto poli, Kosta!

Auf dass du deinen verdienten Ruhestand lange in Gesundheit geniessen kannst!

Detlef